Es heißt, dass eine Vergesellschaftung von Hund und Katze in einem Haushalt dann am ehesten eine Chance hat, wenn beide den anderen von klein auf gewohnt sind.
Dies mag richtig sein, doch Ausnahmen bestätigen auch die Regel.
Hier sollte man wissen, warum sich die beiden Tierarten nicht so toll verstehen. Es liegt ganz einfach an der unterschiedlichen Sprache. Z.B.:
- Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt, drückt er Freude aus – bei der Katze ist ein schlagender Schwanz ein Zeichen zum Angriff.
- Das übliche Begrüßungsritual von Hunden ist an den Genitialien zu schnuppern – hiermit kann man eine Katze tödlich beleidigen
- Das Schnurren der Katze drückt Wohlbehagen aus und ähnelt allerdings dem bedrohlichen Knurren eines Hundes.
Schon kann man verstehen, dass wenn beide sich im Welpenalter aneinander gewöhnen, sie viel leichter die “Fremdsprache” des anderen deuten lernen.
Doch auch bei etwas älteren Tieren ist eine Vergesellschaftung noch möglich. Dazu sollte der Hund aber keinen allzu ausgeprägten Jagdtrieb haben. Das ein Hund eine Katze jagd, ist wahrscheinlich normal und auch als Spiel zu sehen (zumindest bei unseren Tieren), doch darf hier nicht übertrieben werden. Eine Katze muss die Möglichkeit haben sich vor dem Hund zurück zu ziehen, denn ansonsten artet es für sie im Stress aus.
Zudem sollte der Hund gutmütig sein. Denn so eine Katze kann auch ganz schön nerven und den Hund gut ärgern, wenn sie will. So provoziert unser Kater gerne, indem er mit Karacho vor dem Hund durch den Garten flitzt – der Hund hinterher und er dann kurz hinter dem Zaun, durch den der Hund nicht durpasst – stehen bleibt und sich in aller seelenruhe putzt. Ätsch du kriegst mich nicht.
Ein Hund muss da drüber stehen können.
Wenn beide Tiere sich miteinander gut arrangieren können, dann kann es ein harmonischer Haushalt mit verschienden Tierarten geben und auch eine echte Freundschaft entstehen.
